Die Frau im Christentum

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Nach wie vor dürfen Frauen in der katholischen Kirche das Priestertum nicht ausüben, und auch in Fragen der Ehe, Abtreibung und Verhütung verharrt die katholische Kirche auf ihrem rigorosen Standpunkt. Dass das keineswegs immer so war, zeigt der grosse Theologe Hans Küng in diesem Buch Im Urchristentum und in der frühen Kirche beispielsweise waren Frauen ganz selbstverständlich auch Jüngerinnen und Prophetinnen. Erst im Mittelalter wurde die Frau stärker aus der Kirche verdrängt. Anschaulich und umfassend schildert Küng, wie sich die Stellung der Frau im Christentum im Lauf der Geschichte entwickelt hat - von der Frühzeit über Mittelalter und Reformation bis in die Gegenwart."Für die meisten Weltreligionen ist 'die Frau' ein Problem: seit uralten Zeiten überall dem Mann untergeordnet, in Familie, Politik und Wirtschaft zweitrangig, in ihren Rechten und sogar in der Teilnahme am Kult eingeschränkt. Gleichberechtigung der Frau ist nicht nur im Christentum ein großes unerfülltes Anliegen."

So leitet Hans Küng seinen religionsgeschichtlichen Abriss zur Stellung der Frau im Christentum ein, der vom Urchristentum, der frühen Kirche und des Mittelalters bis in unsere Tage chronologisch und systematisch die Stellung der Frau in der kirchlichen Gemeinschaft und jene Probleme analysiert, die die christlichen Kirchen mit der Frau hatten und -- was insbesondere für die katholische Kirche zutrifft -- immer noch haben.

Stützt sich die katholische Amtskirche bei der Begründung, weshalb Frauen das Priesteramt verwehrt werden muss, auf eine 2.000-jährige Tradition, so erscheint dies Küng als eine fragwürdige und fadenscheinige Ausweichstrategie. Am Ende seines nicht nur in Hinblick auf die ihn leitende Frage äußerst erhellenden Bandes kommt der Autor zu dem Schluss, die Amtskirche werde ihren "Kampf gegen die Gleichberechtigung der Frau ebenso verlieren wie den gegen die 'Hexen' oder den gegen Demokratie und Menschenrechte". Zu dieser Auffassung kommt er nicht zuletzt durch die Analyse der bisherigen Paradigmenwechsel in der Geschichte des Christentums. Demnach vollzieht sich derzeit ein solcher Paradigmenwechsel hin zu einem ökumenisch-nachmodernen Paradigma, in dessen Rahmen sich auch die Rolle und Bedeutung der Frau in der Kirche grundlegend ändern wird. --Andreas Vierecke . KLICKEN SIE HIER, UM DIESES BUCH ZUM KOSTENLOSEN DOWNLOAD