Eine transatlantische Liebe: Briefe an Nelson Algren 1947 - 1964

Beschreibungen Eine transatlantische Liebe: Briefe an Nelson Algren 1947 - 1964 PDF



Download Eine transatlantische Liebe: Briefe an Nelson Algren 1947 - 1964

kinderbücher empfehlungen - Suche Sie sind auf der nach Ort, um volle E-Books ohne Download lesen? Lesen Sie hier Eine transatlantische Liebe: Briefe an Nelson Algren 1947 - 1964. Sie können auch lesen und neue und alte volle E-Books herunterladen. Genießen Sie und entspannen Sie, vollständige Eine transatlantische Liebe: Briefe an Nelson Algren 1947 - 1964 Bücher online zu lesen.
1947 lernte Simon de Beauvoir den Schriftsteller Nelson Algren in Chicago kennen. Die beiden verliebten sich ineinander - eine Liebe, die nur drei Jahre währte, denn der Pakt, den die berühmte Autorin mit Jean- Paul Sartre schloss, verletzte und kränkte den Mann, der Simone de Beauvoir heiraten wollte. Ihre Briefe sind eine Chronik der fünfziger und sechziger Jahre, sie zeigen aber auch eine Frau, die unverstellt die Sprache der Liebe spricht - zum Entsetzen derer, die ihrer Ikone dese Freiheit bis heute nicht zugestehen wollen.Eine harte Feministin zeigt ihr Herz offen: "Sie liebster Geliebter ..." Ungewohnte Töne von der strengen Erscheinung de Beauvoir, die nicht moralisch lebte, aber meist moralisierend schrieb. Das dokumentiert sich auch hier: Sie mokiert sich über die offene Homosexualität ihrer Schriftsteller-Kollegen, obwohl de Beauvoir selbst Sex mit jungen Anhängerinnen genoß -- die sie danach auch schon mal an den "Biber" weiterreichte, wie sie ihren Freund Jean-Paul Satre nannte.

Eine ihrer Liebhaberinnen, Olga Kosakievitch, ist in diesem Buch abgebildet, zusammen mit weiteren Fotos und Brief-Faksimiles. Erst nach de Beauvoirs Tod sind diese ihre Worte erschienen. Das Buch zeigt uns eine einigermaßen ehrliche Simone de Beauvoir. Wir bleiben verschont von dem selektiven Heucheln ihrer autobiographischen Veröffentlichungen. Eine übermenschlich gute Moralapostelin plötzlich human, spontan, leidenschaftlich -- durch die Liebe.

Ebenso überraschend: Der Umfang des Buches ist gerechtfertigt. Die 304 Briefe an Nelson Algren, den sie später zur Romanfigur Lewis Brogan in Die Mandarins von Paris werden ließ, sind auch zeithistorisches Dokument. Die Gedanken einer führenden Intellektuellen zum politischen, kulturellen und gesellschaftliche Alltag in der Nachkriegswelt.

Damals schon weltberühmt, durfte sie Café mit Castro trinken. Die Französin reiste weit und viel und hatte Zugang zur geistigen Elite. Mit ähnlicher Leidenschaft wie für ihren Geliebten, berichtet sie von Abtreibung und Algerienkrieg, Kommunismus und Umweltkatastrophen. Und auch von der französischen Besatzung in Deutschland.

Wenn die Absenderin ein außergewöhnlicher Mensch ist und der Empfänger ein Pulitzer-Preisträger, dann wird die Korrespondenz außergewöhnlich -- so viel darf man erwarten. Dieses Buch zeigt uns jedoch mehr, nämlich einen außergewöhnlichen Mensch von einer außergewöhnlichen Seite. Deshalb mag man darin lesen. --Isabelle Majois . KLICKEN SIE HIER, UM DIESES BUCH ZUM KOSTENLOSEN DOWNLOAD