Chronicles: Die Autobiografie

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Wolfgang Niedecken liest Bob Dylan
Die Songs von Bob Dylan gehören zu den meistgespielten Liedern unserer Zeit. Der BAP-Sänger Wolfgang Niedecken liest den ersten Teil der Autobiografie seines großen Vorbildes, dessen Musik nicht nur ihn, sondern eine ganze Generation geprägt hat.

Der BAP-Sänger liest den ersten Teil von Bob Dylans Autobiografie, DAS Musikbuchereignis 2004. 2004 erschien unter weltweitem Aufsehen "Chronicles", der lang erwartete erste Teil der Autobiografie von Bob Dylan. In dem Buch räumt der wohl einflussreichste Sänger seiner Generation mit den Mythen und Legenden auf, die sich um sein Leben und Werk ranken. Dylan, geboren 1941 unter dem Namen Robert Allen Zimmerman in Duluth/Minnesota, erzählt seine Geschichte selbst, blickt auf seine Kindheit zurück, schreibt leidenschaftlich über seine Musik und über die Einflüsse, die ihn geprägt haben. Jetzt 2005 hat sich einer der größten deutschen Dylan-Bewunderer, Wolfgang Niedecken, daran gemacht diese Biografie als Hörbuch einzulesen. Niedecken, geboren 1951, gründete Ende der 70er Jahre die Rockband BAP, deren Sänger und Frontmann er bis heute ist. Neben seiner Arbeit mit BAP nahm er auch zwei Soloalben auf, unter anderem "Leopardefell", eine Hommage an sein Vorbild Bob Dylan.Von betörender Kraft sind die Bilder seiner Ankunft im winterlichen New York, dem Ziel seiner Träume. Im Gepäck, hunderte von Folksongs, die er im „Café Wha?“ und dem „Gaslight“ bald zum besten geben sollte. Traditionals und Songs seiner Helden Leadbelly, Pete Seeger, Woodie Guthrie. Noch fehlt ihm eine eigene Stimme. An einem aber lässt Bob Dylan in seiner Rückschau keinen Zweifel: Das Talent des Mannes, der Anfang der 60er-Jahre in Greenwich Village einfiel, überragte das aller anderen meilenweit. Die Songs, die er bald darauf der Welt überreichte, sollten ihm recht geben.

Niemand durfte ernsthaft erwarten, dass ein Solitär wie Bob Dylan kreuzbrav seine Lebensdaten herunterbetet. Was man hingegen bekommt -- der Mann ist Poet -- sind Schlaglichter, die eine ganze popmusikalische Epoche hell erstrahlen lassen. Kindheitserlebnisse aus Hibbing, Minnesota, huschen dabei immer wieder als trübgraue Erinnerungsfetzen vorbei. Viel hingegen liegt Dylan daran, dem Leser sein ungeheures Bildungsprogramm jener New Yorker Tage zu unterbreiten: Faulkner, Balzac, Brecht, die großen russischen Dichter und -- man staune--– von Clausewitz, der deutsche Militärtheoretiker, formten den Mann auf seiner Suche nach Wahrhaftigkeit und präzisem lyrischen Ausdruck.

„Don’t follow leaders...“ hatte er einst gesungen. Die blöd verzückten Fans, die nun bei ihrem Idol im Vorgarten herumlungerten und auf SEIN Erscheinen warteten. erzürnen Dylan noch heute zutiefst. Gedanken, die um jenen legendären Motorradunfall kreisen, der ihn in eine tiefe Sinn- und Schaffenskrise stieß, aus der ihn erst Daniel Lanois erlöste, genialischer Voodoofürst des Mischpults, der Dylan neues musikalisches Leben einhauchte. Nichtmusiker mögen die akribischen Schöpfungsdramen einzelner Songs strapaziös finden, Dylans erzählerische Kraft indes macht auch solche Werkschauen zum spannenden Erlebnis.

Detaillierte Blicke ins Innenleben von „His Bobness“, der sich zu Anfang seiner Chroniken als „höflich, aber nicht übermäßig freundlich“ charakterisiert, bleiben uns weitgehend versagt. Er bleibt ein vertrauter Fremder. Alles dient der Kunst. Bob Dylan, der Weltberichterstatter, auf seinem langen, träumerischen Trip durch sein Leben. Volume Two wird sehnsüchtigst erwartet. --Ravi Unger . KLICKEN SIE HIER, UM DIESES BUCH ZUM KOSTENLOSEN DOWNLOAD